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Park-Apps in Großbritannien: RingGo, PayByPhone und die NPP

Die meisten britischen Kommunen erwarten inzwischen, dass Sie das Parken per App, per Anruf oder an einer PayPoint-Annahmestelle bezahlen, und welche App gilt, hängt vom Parkort ab. Hier erfahren Sie, welche Kommunen RingGo oder PayByPhone nutzen, was die Zusatzgebühren kosten und wie Sie dank der National Parking Platform Ihre gewohnte App behalten.

Das Osmopark-Team · Veröffentlicht am 19. Oktober 2026 · Aktualisiert am 20. Oktober 2026 · 8 Min. Lesezeit

So arbeiten wir

Das Wichtigste

  • Lesen Sie immer den Standortcode auf dem Schild an der Parkbucht oder im Parkhaus ab, denn jede App und jede Telefonhotline braucht ihn, um einen Parkvorgang zu starten.
  • RingGo wird von mehr als 150 Kommunalbehörden angeboten, PayByPhone nutzen Kommunen wie Hillingdon, South Hams und Westminster.
  • Die Servicegebühren unterscheiden sich je nach Kommune: 20p in Merton, Bromley und Slough, 18p in Wandsworth und keine für PayByPhone auf den kommunalen Parkplätzen von South Hams.
  • Mit der National Parking Platform zahlen Sie bei teilnehmenden Kommunen mit jeder zugelassenen App, sie umfasst bereits mehr als 1.500 Parkstandorte in 24 Kommunalbehörden.
  • Ohne Smartphone zahlen Sie meist trotzdem: über die automatische Telefonhotline des Anbieters, in einem PayPoint-Geschäft oder an einem noch vorhandenen Automaten.

Was Sie zuerst tun sollten

In weiten Teilen Großbritanniens bezahlen Sie das Parken am Straßenrand oder auf kommunalen Parkplätzen per App, per Telefon oder in einem Geschäft statt am Automaten. Prüfen Sie vor der Abfahrt, welche App die Kommune an Ihrem Ziel nutzt, installieren Sie sie und hinterlegen Sie Ihr Fahrzeug und eine Zahlungskarte. Suchen Sie bei der Ankunft den Standortcode auf dem Schild oder Automaten, starten Sie einen Parkvorgang, der die gesamte Parkdauer abdeckt, und lassen Sie Benachrichtigungen eingeschaltet, damit Sie aus der Ferne verlängern können.

Eine einheitliche App gibt es im Vereinigten Königreich nicht mehr. Manche Kommunen arbeiten mit RingGo, andere mit PayByPhone, und immer mehr haben sich der National Parking Platform (NPP) angeschlossen, auf der jede zugelassene App funktioniert. Die folgenden Abschnitte erklären, wer was nutzt, was es kostet und was Sie ohne Smartphone tun können.

Welche Kommunen RingGo nutzen

RingGo bezeichnet sich als größten Handyparkdienst des Landes. Nach Angaben von RingGo sind 19 Millionen Autofahrer registriert, und der Dienst wird von mehr als 150 Kommunalbehörden in mehr als 500 Städten angeboten.

Zu den Kommunen, die RingGo als Bezahldienst angeben, gehören:

  • Bromley: RingGo läuft seit 2010 im gesamten Bezirk.
  • Camden: in gebührenpflichtigen und gemeinsam genutzten Parkbuchten.
  • Merton: auf den Parkflächen des London Borough of Merton.
  • Wandsworth: in Parkbuchten mit Parkschein und gemeinsam genutzten Buchten.
  • Hammersmith and Fulham: für Parken mit Parkschein.
  • Slough: auf Parkplätzen, deren Automaten im Zuge der Umstellung auf bargeldloses Zahlen abgebaut wurden.
  • Nuneaton and Bedworth: Die Kommune ist von einem anderen Anbieter zu RingGo gewechselt.
  • Grantham und Stamford: RingGo ist auf ihren Parkplätzen seit dem 24. April 2023 verfügbar.

RingGo führte außerdem Birmingham, Rugby, Stratford upon Avon, Warwick und Warwickshire als RingGo-Kommunen. Achtung, die Angaben sind hier widersprüchlich: Birmingham City Council und Warwick District Council geben inzwischen beide an, die National Parking Platform zu nutzen, auf der RingGo nur eine von mehreren zugelassenen Apps ist. Die Seite von Birmingham wurde zuletzt am 3. August 2026 aktualisiert, verlassen Sie sich also eher auf die Seite der Kommune als auf ältere Mitteilungen.

Welche Kommunen PayByPhone nutzen

PayByPhone gibt an, im Vereinigten Königreich mehr als 2,5 Millionen Nutzer zu haben, und das Bezahlen dauere weniger als 30 Sekunden: Standortnummer eingeben, Dauer eingeben und bei Bedarf jederzeit verlängern.

Zu den Kommunen, die PayByPhone angeben, gehören:

  • Hillingdon: Sie zahlen per App oder im Webbrowser auf Handy oder Tablet, erhalten vor Ablauf eine Benachrichtigung und können verlängern.
  • South Hams: PayByPhone gilt auf den Parkplätzen der Kommune.
  • Westminster: PayByPhone ist eine der zugelassenen Apps.

Kommunen mit freier Wahl

Westminster City Council lässt JustPark, RingGo und PayByPhone zu, Sie können also die App nutzen, die Sie schon haben. Auch Coventry City Council hat seinen Handyparkdienst erweitert und bietet stadtweit mehrere Lösungen an.

Die größere Veränderung ist die National Parking Platform. Angeschlossen sind unter anderem:

  • Birmingham: auf kommunalen Parkplätzen und beim Parken mit Parkschein am Straßenrand.
  • Warwick District: auf seinen Parkplätzen.
  • Tower Hamlets: im Februar 2026 als erster Londoner Bezirk beigetreten, akzeptiert im ganzen Bezirk RingGo, PayByPhone, JustPark und weitere.
  • Watford: mit einer Reihe zugelassener Anbieter.

Was ist die National Parking Platform?

Die NPP ist keine weitere App. Tower Hamlets beschreibt sie als Datenbank, die im Hintergrund die Apps, die Autofahrer ohnehin nutzen, mit den Parkdiensten der Kommune verbindet. RingGo nennt sie eine gemeinnützige, von der Branche getragene, offene Plattform, die mehrere Park-Apps mit Hunderten Standorten verbindet.

Laut britischer Regierung wird die Plattform von einem Konsortium führender Branchenunternehmen betrieben, darunter RingGo, JustPark und PayByPhone, unter Führung der British Parking Association, und wurde ohne Kosten für den Steuerzahler umgesetzt. Ziel der Regierung ist, dass Autofahrer auf allen teilnehmenden Parkplätzen mit ihrer bevorzugten App zahlen können, was Verwirrung und das Risiko von Strafzetteln verringert. Birmingham und Watford geben beide an, dass die NPP vom Department for Transport unterstützt wird.

Als Watford beitrat, umfasste die NPP bereits mehr als 1.500 Parkstandorte in 24 Kommunalbehörden, weitere Kommunen sollten folgen. Birmingham nennt für Fragen zur NPP eine Hotline: 0333 200 80 80.

In der Praxis sind die Schritte dieselben wie bei jeder App:

  • Öffnen Sie die Park-App, die Sie bereits nutzen.
  • Geben Sie den Standortcode von den Schildern oder Automaten in der Nähe ein.
  • Wählen Sie die Dauer und zahlen Sie.

Haben Sie die App schon, müssen Sie sie nicht erneut herunterladen.

So buchen Sie einen Parkvorgang

Bei RingGo laden Sie die kostenlose App herunter, registrieren einige Angaben, geben an, wo Sie parken, und zahlen mit einem Fingertipp. Wandsworth zufolge können Sie sich online, in der App oder telefonisch unter 020 3046 0700 registrieren, vorab oder beim Parken. RingGo funktioniert auch mit Android Auto und Apple CarPlay: Sie finden Parkplätze in der Nähe über den Bildschirm im Auto, und mit Apple CarPlay starten und bezahlen Sie einen Parkvorgang per Fingertipp.

Entscheidend ist der Standortcode. Bromley erklärt, dass der RingGo-Code eine 4- oder 5-stellige Zahl auf den Schildern ist und jeder Standort einen eigenen Code hat. Die App schlägt eventuell Standorte in der Nähe vor, Bromley empfiehlt aber, jedes Mal zu prüfen, ob der richtige Code ausgewählt ist.

Auch die Kartenart kann eine Rolle spielen. Laut Hammersmith and Fulham akzeptiert RingGo bei der Registrierung Visa und MasterCard, American Express, Diners Club und JCB dagegen nicht.

Für Geschäftsreisende weist South Hams darauf hin, dass Sie für jeden PayByPhone-Parkvorgang über App oder Website eine kostenlose Quittung mit Mehrwertsteuer erhalten, RingGo bietet kostenlose Quittungen per E-Mail und ein persönliches Webportal.

Was die Apps kosten

Registrierung und Download sind kostenlos, zusätzlich zum Parktarif kann aber eine Servicegebühr anfallen. RingGo zufolge variiert sie je nach Standort und lässt sich vor dem Start eines Parkvorgangs prüfen. Birmingham ergänzt, dass auf der NPP jeder Anbieter eigene App, Kontaktnummer und Gebühren hat und die Gebühren vom jeweiligen Anbieter festgelegt werden und variieren können.

Von Kommunen veröffentlichte Servicegebühren:

  • Merton: 20p zusätzlich zum Parktarif bei RingGo.
  • Bromley: verpflichtend 20 Pence pro Transaktion bei RingGo.
  • Slough: 20p Aufschlag auf die Parkgebühr bei Nutzung von RingGo.
  • Wandsworth: 18p zusätzlich zu jeder Parkgebühr bei RingGo.
  • South Hams: keine Servicegebühr für PayByPhone auf kommunalen Parkplätzen, anderswo kann PayByPhone aber eine kleine Gebühr verlangen.

Die Seite von Wandsworth ist nicht ganz schlüssig: Dort heißt es, das Bezahlen per Telefon koste genauso viel wie am Automaten, dann wird jedoch eine Servicegebühr von 18p pro Parkgebühr aufgeführt. Rechnen Sie mit dem Aufschlag.

Optionale SMS kosten extra, und die Preise unterscheiden sich stark:

  • Bromley: 10p pro Bestätigungs- oder Erinnerungs-SMS.
  • South Hams: 10p pro Nachricht bei PayByPhone.
  • Hammersmith and Fulham: 20p pro SMS zuzüglich normaler Netzentgelte.
  • Wandsworth: 25p pro Erinnerung.

Anrufe bei RingGo werden zum normalen Festnetztarif Ihres Mobilfunkanbieters abgerechnet, und Merton weist darauf hin, dass sie oft in Minutenpaketen enthalten sind.

Zur Rechtmäßigkeit dieser Gebühren erklärt Bromley, dass RingGo und die Kommune Servicegebühren nicht als verbotene Aufschläge im Sinne der Surcharge Regulations ansehen, und verweist auf Leitlinien des Department for Business, Energy and Industrial Strategy vom Juni 2018.

Bezahlen ohne App

An den meisten Orten brauchen Sie kein Smartphone.

  • Per Telefon: Laut Birmingham können Sie die automatische Bezahlhotline eines Anbieters von jedem Telefon aus anrufen. Die PayByPhone-Nummer für South Hams lautet 0330 400 7275, Hammersmith and Fulham nennt für RingGo 020 3292 9230. Prüfen Sie vor dem Auflegen, ob Fahrzeug und Standort korrekt vorgelesen werden.
  • Weitere Wege: Bromley betont, es sei ein Irrtum, dass RingGo nur per App funktioniere. RingGo lässt sich per Telefon, SMS, Web oder Gerät im Auto bezahlen.
  • Bei PayPoint: In Slough zahlen Sie bar oder mit Karte in einem PayPoint-Geschäft, mit dem Parkplatzcode und Ihrem Kennzeichen als Referenz. Die Geschäfte liegen meist innerhalb von 5 Gehminuten. Das nächstgelegene finden Sie, indem Sie Shop RingGo gefolgt vom 5-stelligen Standortcode per SMS an 81025 senden. Ein Papierticket ist nicht nötig.
  • Am Automaten: Hillingdon akzeptiert an seinen Parkscheinautomaten weiterhin Bargeld und Karte, Wandsworth zufolge können Sie noch einen Automaten in der Nähe nutzen, und laut Birmingham sind Automaten weiterhin nutzbar, wo vorhanden.

Kontrollen und Strafen

Sie müssen nichts auslegen. Wandsworth erklärt, dass die Civil Enforcement Officers elektronisch anhand des Kennzeichens kontrollieren, und RingGo zufolge meldet die App der Kommune oder dem Betreiber, dass für Ihr Fahrzeug ein aktiver Parkvorgang läuft. Slough ergänzt, dass Echtzeitdaten gezielte Kontrollgänge ermöglichen.

Wer nicht bezahlt hat, riskiert eine Penalty Charge Notice. Erinnerungs-SMS und Verlängerung aus der Ferne verringern dieses Risiko. Berufen Sie sich auf schlechten Empfang, prüft Bromley den Fall, entscheidet aber anhand der verfügbaren Informationen, und verzeichnet seit 2010 nur sehr wenige Meldungen über schlechten Empfang.

Die Bedingungen von Camden zeigen typische Regeln: Der Parkvorgang muss die gesamte Parkdauer abdecken, verlängern dürfen Sie nur bis zur auf dem Schild angegebenen Höchstparkdauer, und nach Ende des Parkvorgangs müssen Sie wegfahren und dürfen innerhalb von 1 Stunde nicht zurückkehren.

Wurde Ihnen zu Unrecht etwas berechnet, verlangt Merton für eine Erstattung Ihr Kennzeichen und Angaben zu den betreffenden RingGo-Parkvorgängen, etwa die Quittung.

Ausnahmen im Blick

  • Service- und SMS-Gebühren unterscheiden sich von Kommune zu Kommune, auch bei derselben App.
  • South Hams erhebt auf den eigenen Parkplätzen keine PayByPhone-Servicegebühr, das gilt aber nicht für andere PayByPhone-Standorte.
  • Manche Kommunen behalten Automaten, andere wie Slough haben sie abgebaut.
  • Auf der NPP legt jeder zugelassene Anbieter seine Gebühren selbst fest.

Checkliste vor der Reise

  • Prüfen Sie auf der Parkseite der Zielkommune, ob sie RingGo, PayByPhone oder die National Parking Platform nutzt.
  • Installieren Sie die App und hinterlegen Sie vor der Reise Ihr Fahrzeug und eine Visa- oder MasterCard.
  • Entscheiden Sie, ob Sie kostenpflichtige SMS-Erinnerungen wollen, und stellen Sie dies in der App ein.
  • Notieren Sie die Telefonnummer des Anbieters für den Fall, dass die Datenverbindung fehlt.
  • Lesen Sie bei der Ankunft den Standortcode auf dem Schild ab und bestätigen Sie ihn in der App.
  • Ignorieren Sie auf Schilder geklebte QR-Codes.
  • Prüfen Sie vor dem Bezahlen Servicegebühr und Höchstparkdauer.

Häufige Fragen

Welche Kommunen nutzen RingGo und welche PayByPhone?
RingGo nutzen unter anderem Bromley, Camden, Merton, Wandsworth, Hammersmith and Fulham, Slough sowie Nuneaton and Bedworth. PayByPhone nutzen Hillingdon und South Hams. Westminster lässt JustPark, RingGo und PayByPhone zu, und Kommunen auf der National Parking Platform wie Birmingham, Warwick, Watford und Tower Hamlets akzeptieren jede zugelassene App.
Wie viel verlangen Park-Apps zusätzlich zum Tarif?
Das hängt vom Standort ab. Merton, Bromley und Slough berechnen bei RingGo eine Servicegebühr von 20p, Wandsworth 18p, und South Hams erhebt auf den eigenen Parkplätzen keine Servicegebühr für PayByPhone. Optionale SMS kosten je nach Kommune zwischen 10p und 25p pro Nachricht.
Was ist die National Parking Platform?
Eine gemeinnützige, von der Branche getragene Plattform unter Führung der British Parking Association mit Unterstützung des Department for Transport. Sie verbindet zugelassene Park-Apps mit Parkplätzen und Straßen teilnehmender Kommunen. Sie öffnen Ihre gewohnte App, geben den Standortcode ein und zahlen, ohne eine neue App herunterzuladen.
Kann ich das Parken auch ohne App bezahlen?
Meistens ja. Die Anbieter betreiben automatische Telefonhotlines, die von jedem Telefon aus funktionieren, in Slough zahlen Sie bar oder mit Karte in einem PayPoint-Geschäft, und Kommunen wie Hillingdon, Wandsworth und Birmingham haben an manchen Standorten noch Automaten.
Kann ich zum Bezahlen einen QR-Code scannen?
Vorsicht. Camden erklärt, für Parkgebühren keine QR-Codes zu verwenden, und Betrüger kleben gefälschte QR-Codes auf Schilder. Zahlen Sie nur über die offizielle App, die Website oder die von der Kommune angegebene Telefonnummer.

Quellen

An amtlichen Quellen geprüft am 20. Oktober 2026. Einen Fehler melden

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